Nachdem Sie Ihr Dashboard mithilfe der beschriebenen Vorgehen aus den Abschnitten 3.1 und 3.2 gestaltet haben, können Sie dieses jetzt dem Nutzer zur Verfügung stellen. Doch vorher sollten Sie es noch anhand der folgenden Checkliste überprüfen. Erfüllt das Dashboard alle Kriterien, kann man es als nutzerfreundlich, effektiv und effizient betrachten und sichergehen, dass es seinen Zweck erfüllt.

4.1 Checkliste

Kontrollieren Sie das Dashboard anhand der folgenden Punkte. Sie werden Ihnen helfen, mögliche Schwachstellen zu ermitteln und diese zu beheben.

Ausreichende Information

Wird die nötige Information geliefert, um die Aussage des Dashboards zu kommunizieren? Entspricht das Dashboard inhaltlich den Anforderungen des Nutzers und der Situation?

Wichtige Information wird hervorgehoben

Vermeiden Sie es, alle Informationen mit gleich starker Präsenz zu visualisieren. Lenken Sie den Blick des Nutzers gezielt auf die wichtigsten Bereiche des Dashboards und geben Sie so eine Leserichtung vor.

Grafiken werden ausschließlich zweckdienlich eingesetzt

Verzichten Sie auf Grafiken, wenn diese keinen Mehrwert bieten und nur schmückendes Beiwerk sind. Sie machen das Dashboard unübersichtlich und lenken den Nutzer von seiner eigentlichen Aufgabe ab. Verzichten Sie, wenn möglich, auch auf unnötige Hintergrundgrafiken, die unter Inhaltselementen liegen. Sie erschweren es, Informationen schnell zu erfassen.

Grafiken sollten sinnvoll gewählt und gestaltet werden

Grafiken sollten eine Botschaft vermitteln und so gestaltet sein, dass sie diese, nach den erlernten Gestaltprinzipien, transportieren.

Ästhetisch ansprechendes Design

Das Dashboard sollte nach den zuvor beschriebenen Richtlinien gestaltet sein, sodass es dem Nutzer ermöglicht wird, dieses klar und deutlich lesen und die Informationen effizient erfassen zu können.

Ausreichende Informationen, um entscheiden zu können, ob Maßnahmen erforderlich sind

Gibt das Dashboard Warnhinweise, sollten diese deutlich und verständlich gestaltet sein, sodass dem Nutzer klar wird, dass eine Handlung erforderlich ist. Außerdem sollten Sie sich von übrigen Inhalten visuell deutlich abheben, um schnellstmöglich wahrgenommen zu werden.

Erkennbare Hierarchie durch Auffälligkeit

Elemente, denen mehr Aufmerksamkeit gegeben werden soll als anderen, sollten sich visuell klar unterscheiden.

Erkennbare Hierarchie durch Positionierung

Grenzen Sie Elemente räumlich voneinander ab und schaffen Sie so eine Rangordnung. Diese hilft dem Nutzer, sich zurechtzufinden und das Dashboard zielsicher zu erfassen.

Gute Lesbarkeit

Ziel eines Dashboards sollte immer sein, Informationen schnell erfassbar und auf einen Blick zu liefern.

Klare Organisation

Organisieren Sie Elemente klar. Schaffen Sie Zugehörigkeiten und Abgrenzungen.

Klare Bedeutung

Die Aussage des Dashboards sollte unmissverständlich, selbsterklärend und intuitiv sein.

Den Platz gut ausnutzen

Erkennen Sie, wo Weißraum nötig ist und wo Information verdichtet werden sollte. Nutzen Sie den zur Verfügung stehenden Platz des Dashboards optimal aus, ohne es zu überladen.

4.2 Iteratives Verbessern

Es kann hilfreich sein, das Dashboard während des Benutzens noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Sprechen Sie dabei auch mit dem Nutzer und stellen Sie ihm Fragen, die Ihnen dabei helfen, sein mentales Model l in Bezug auf die Nutzung des Dashboards zu verstehen. So lässt sich gezielt herausfinden, ob die Anforderungen des Nutzers erfüllt werden oder ob an bestimmten Stellen nachgebessert werden muss.

Der Vorgang des Überprüfens sollte iterativ stattfinden: Nachdem Sie Fehler oder Mängel entdeckt haben, beheben Sie diese und stellen die überarbeitete Version dem Nutzer zur Verfügung. Dieser soll dann damit arbeiten und Ihnen weitere Mängel, falls vorhanden, mitteilen. So gelangen Sie Schritt für Schritt zu einem perfekten Dashboard, das eine wirkungsvolle Unterstützung beim Optimieren des Arbeitsprozesses darstellt.

Nach einer gewissen Zeit sollten Sie hin und wieder das Dashboard zur Qualitätssicherung einem Audit unterziehen. Sprechen Sie mit den Nutzern, die mit dem Dashboard arbeiten, ob alle Funktionen zuverlässig arbeiten. Prüfen Sie außerdem, ob das Dashboard nach wie vor den Anforderungen entspricht. Falls sich im Arbeitsprozess etwas geändert hat, passen Sie das Dashboard daran an. Vermeiden Sie, dass das Dashboard inhaltlich veraltet ist und Fehler in der Funktionalität aufweist. Denn nur wenn das Dashboard auch vollständig dem Arbeitsprozess entspricht, kann es vom Nutzer effektiv und effizient eingesetzt werden.

Lieber Leser, das war der letzte Teil unseres Peakboard Manifests zur Gestaltung von Dashboards. Ich hoffe, dass ich Ihnen das Konzipieren und Designen näherbringen und eine Unterstützung bieten konnte, Ihr Dashboard nach den drei Grundpfeilern der Usability – Effizienz, Effektivität und Zufriedenheit – zu gestalten.

Viel Erfolg beim Dashboarding!

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