Der folgende Blogbeitrag beschäftigt sich mit dem großen Thema unserer Zeit: Interaktivität. Das Beispiel wird in einer Fertigungshalle anhand von SAP- und SQL-Server-Verwendung exemplarisch dargestellt.

Im heutigen Beitrag wollen wir auf ein großes Feature eingehen, das bis jetzt in anderen Artikeln noch keine Erwähnung gefunden hat: Interaktivität. Ursprünglich ist Peakboard angetreten, um Informationen zu visualisieren und somit eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Prozessen einzunehmen. Da war es ein offensichtlich vorgezeichneter Weg, Peakboard in Kombination mit einem Touchscreen einzusetzen und aus dem monodirektionalen Informationsfluss einen bidirektionalen zu machen.

Das folgende Beispiel zeigt diese Idee sehr schön und eindrücklich. Der Touchscreen mit Peakboard steht in der Fertigungshalle eines Maschinenbauers. Die Maschinen werden in Handarbeit als Kundenauftrag zusammengebaut. Jeder Auftrag ist durch einen Netzplan und einen Fertigungsauftrag in SAP repräsentiert. Beim morgendlichen Einschalten werden von Peakboard alle derzeit aktiven Aufträge vorgeladen. Da sich mehrere Mitarbeiter einen Touchscreen teilen können, kann der gewünschte Auftrag bzw. die jeweilige Maschine über eine Auswahlbox aufgerufen werden.

Nach der Auswahl wird anhand eines Fortschrittbalkens der aktuelle Auftragsfortschritt gezeigt und mit dem Soll verglichen. Unten links werden alle Fertigungsschritte des aktuell aktiven Gewerks angezeigt, wohingegen unten rechts die so genannten Fehlteile angezeigt werden. Das sind die Teile, die der Mitarbeiter eigentlich für den aktuellen Auftragsschritt benötigt, die aber noch nicht am Arbeitsplatz eingetroffen sind. Er kann so eigenständig entscheiden, ob er spätere Auftragsschritte vorzieht um keinen Leerlauf zu erzeugen.

Der Mitarbeiter kann nun am Touchscreen durch Berühren mit dem Finger einzelne Auftragsschritte als erledigt kennzeichnen. Diese Rückmeldung wird parallel im SAP verbucht und gleichzeitig in eine separate SQL Server-Datenbank weggeschrieben. Das doppelte Wegschreiben in eine Datenbank macht deshalb Sinn, weil dort mehrere Informationen, insbesondere Zeitstempel abgelegt werden. Diese Information wäre mit einer reinen SAP-Rückmeldung verloren und kann somit für nachgelagerte Controlling-Aktivitäten genutzt werden. Die Vorgehensweise ist mit Peakboard besonders einfach machbar, da alle möglichen Speichersysteme in beide Richtungen genutzt werden können – zum Lesen und Schreiben. In diesem Fall SAP und der SQL-Server.

Sie finden dieses Beispiel auch in unserem Github-Respository unter www.github.com/peakboard/coolstuff. In dem Beispiel dort findet der Zugriff nicht auf SAP sondern auf unseren Testdatenprovider statt. Somit ist das Beispiel direkt verwendbar und kann für eigene Projekte oder zum Lernen genutzt werden.

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